

Wirbelschichtagglomeration wird in der Umgangssprache auch oft als Wirbelschichtgranulation bezeichnet.
Pulvrige Substanzen werden verwirbelt und mit einer binderhaltigen Lösung oder Suspension besprüht, welche Flüssigkeitsbrücken zwischen den Partikeln bildet und bei anhaltendem Sprühen die Agglomerate wachsen lässt bis die gewünschte Korngrößenverteilung erreicht ist.
Dann wird das Sprühen unterbunden und die noch verbleibende Feuchte in den Kapillaren und an der Oberfläche der Agglomerate verdunstet. Die einst durch Feuchtigkeit geschaffenen Strukturen werden durch den erhärteten Binder konsolidiert. Der größte Teil des Raumes der zuvor durch die Flüssigkeit eingenommen wurde, verbleibt nun als Hohlraum im Agglomerat.
Diesen Parameter kann man gezielt nutzen um die Partikelgröße und die Porosität der Agglomerate, gemäß ihrer Weiterverarbeitung, zu gestalten, zum Beispiel für die Verpreßung in Tabletten oder als schnelllösliches Instantprodukt. Ob der nur gering vorhandenen kinetischen Energie im Wirbelbett erhält man leichte Strukturen mit einer Vielzahl innerer Kapillaren. Die üblichsten mittleren Partikelgrößen rangieren von 0.2 bis 2.5 mm.
Typische Eigenschaften von Agglomeraten

• staubfrei
• gut fließfähig
• hervorragende Löslichkeit
• gut verpressbar
• geringe Schüttdichte
• einstellbare Porosität