TYAML - Yet Another Multicolumn Layout for TYPO3
    03.11.2014

    Glatt setzt auf nachhaltige Eigenversorgung

    Ein Blockheizkraftwerk liefert Wärme und Strom


    Seit November 2011 sorgt ein Blockheizkraftwerk (BHKW) auf dem Firmengelände der Glatt GmbH in Binzen für warme Produktionshallen und Büros. Als Nebenprodukt erzeugt die erdgasbetriebene 140 kWh-Anlage Strom. Mit einer Effizienz von 85 Prozent übertrifft sie übliche BHKWs um 15 Prozent. Ein Rekordwert - den das Unternehmen noch verbessern will.
    Gleichzeitig optimierte Glatt die Verteilungsnetze für Druckluft, Strom und Gas.

    Begonnen hatte das Projekt „Glatt Power future is now“ bereits 2008 unter der Leitung des Architekten Robert Kuhn. Koordiniert wird es von der Glatt-Abteilung „Industrial Engineering“. Die Fachleute berechneten die Kosten vom Bau bis zum Abriss – und das für vier Lösungsvorschläge. Bei der Auswahl der Materialien und Gebäudetechnik spielten auch ökologische Aspekte eine große Rolle. „Wir wollten zum einen wirtschaftlich nachhaltig planen, zum anderen so, dass wir zukünftige Entwicklungen integrieren können“, erläutert Kuhn. „Dieses Konzeptions- und Planungsprinzip der offenen Systeme wenden wir auch bei unserem gerade entstehenden Neubau für 150 Mitarbeiter an.“

    Den hohen Druckluftbedarf der Produktionsanlagen deckte Glatt früher mit sieben Kompressoren mit jeweils separaten Netzen. Entsprechend hoch waren die Wartungs- und Energiekosten. Jetzt versorgt eine zentrale Drucklufterzeugung das mehrere hundert Meter lange Netz. Nur noch drei Kompressoren, die im optimalen Betriebspunkt arbeiten, erzeugen das gesamte Luftvolumen. Die dabei entstehende Wärme wird rückgewonnen und genutzt.

    Geschichte ist auch das alte, auf mehrere Bauten verteilte Umspannwerk. Das Neue vereint Umspannwerk und Energiezentrale. Es liefert auch dann Strom, wenn einmal ein Trafo ausfällt. Eine intelligente Steuerung schaltet Trafos bedarfsgerecht zu. Diese Notstromfähigkeit ist wegen der weltweiten Standortvernetzung bei Glatt besonders wichtig.

    Neu ausgerichtet wurde das Gasnetz. Von ursprünglich fünf Gaszählern blieb nur einer. Die neue Gasleitung entstand in Eigenregie. Weil die bisherigen Gasmengenkontingente zu einem großen zusammengefasst werden konnten, profitiert Glatt jetzt von günstigeren Einkaufspreisen.

    Die moderne Anlage, mit ihren Komponenten, steuert und regelt sich bedarfsgerecht, im Grundsatz, autark.

    Durch diese Verknüpfung und Steuerung der Anlageteile konnten in Einzelbereichen Kostenersparnisse von bis zu 50 Prozent realisiert werden.

    Die eingesetzte Gebäudeleittechnik ermöglicht uns, neben der Steuerung der Energiezentrale auch die Überwachung der Klimatisierung verschiedener Gebäude. Es ist nun heute bereits technisch gelungen, einzelne Gebäude klimatisch auf eine Genauigkeit von +/- 0,5 Grad Celsius zu regeln.


    Glatt YouTube Glatt Xing Glatt LinkedIn Glatt twitter